Gernsheim Panorama

Die Woche war es mal soweit. Mein Nachbar ist mir fotografisch Jahre voraus, ab und an gibt es Exkursionen zu bestimmten Locations oder Aktionen zu technischen Themen.

So sind wir Abends nach Gernsheim gefahren um uns mit der Panorama Fotografie zu beschäftigen.

Was ist möglich, wie sieht so etwas aus, worauf achtet man und was wird benötigt.

Es ist zum Beispiel zu beachten, das es bei Objekten im Vordergrund des Panoramas zu optischen Problemen kommt beim Zusammensetzen der Bilder.

Man schiesst ja Foto neben Foto, und der Gegenstand im Vordergrund „wandert“ vor dem Hintergrund entlang.

Um das zu verhindern wird die Kamera auf dem Stativ um einen bestimmten Punkt geschwenkt, dem Nodalpunkt. Man benötigt dazu einen speziellen Aufbau mit Schiene; Drehplatte und Halterung.

Wie das aussieht, sieht man hier bei dem Produkt der Firma Novoflex.

So mit Informationen versorgt haben wir die Kameras montiert und bei der Stadthalle in Gernsheim angefangen:

Stadthalle1

Die Fahnenstange stört mich, ich hab mich aber nicht getraut das wegzuretouchieren. Den Mülleimer links  habe ich euch erspart. Eine Aufnahme von 5 Bildern hochkant, 90°.

 

Weiter gings zum Rathaus, und zum Schöfferplatz.

Schöfferplatz

Auch hier ein störender Transporter, 4 Bilder ca. 90°.

 

Am Hafen konnten wir uns dann auch austoben, das Licht war gut und das Hochwasser sorgte für schöne Spiegelungen.

Das Containerterminal,  4 Aufnahmen.

Marina4

 

Gesamtansicht des Hafens, ca. 120°, 5 Bilder.

Marina3

 

Schöne Stimmung, fast wie im Urlaub. Panorama aus der Hand ohne Stativ, 4 Bilder.

Marina1a

 

An der Hafenspitze, Spiegelungen im Hochwasser, auch hier 90°.

Marina2

Hat man all die Fotos geschossen muss man in sein Entwicklerlabor abtauchen.

Die zu einem Panorama gehörenden Fotos müssen prinzipiell mit den gleichen Einstellungen (Belichtung, Kontrast, ..) entwickelt werden.

Danach müssen die Bilder mit einer speziellen Panoramasoftware zusammengefügt werden, sprich an den Kanten „zusammengenäht“ werden. Dies nennt man auch „Stitching“.

Insgesamt eine tolle Technik und dies gibt mir mehr kreative Möglichkeiten.

 

Technik:

Olympus OM-D E-M2, M.Zuiko Digital 12-40mm 1:2,8

Alle Fotos auf Nodalpunktadapter bis auf Bild 5.

Olympus RAW in Adobe Camera RAW entwickelt und Stitching in Photoshop CC