Fürstenlager

Liebe Leser!

Ein sonniger, aber kalter Morgen in der Vorweihnachtswoche wurde nochmal genutzt, um eine Location zu entdecken die ich bis dato nicht besucht und wirklich gekannt hatte.

Das Fürstenlager in Bensheim/Auerbach an der Bergstraße.

Dieser Ort ist als Kurort mit seiner Quelle im 17. und 18. auch von den Grossherzögen zu Hessen-Darmstadt genutzt worden. Diese beschlossen Ende des 18. Jahrhunderts dort eine Residenz für die Sommerfrische zu errichten, und der Zeit gemäß entstand ein Park nach Vorbild der „Englischen Gärten“ die damals Stilbildend für die Zeit waren.

Ziel war für mich diesen Ort kennenzulernen, denn das hatte ich schon gelernt: Man soll die Location kennen, so hat man mehr Zeit für konzentriertes Fotografieren.

Ich bin durch den ganzen Park, dort sollte man doch gut zu Fuss sein, die Wege sind gut, aber es geht doch bergauf/bergab.

Es stellte sich heraus, dass das schräg einfallende Sonnenlicht doch sehr harte Kontraste und Lichtkränze auf dem blattleeren Geäst und Zweigen erzeugte, das war bei der Entwicklung schwierig und mir gefiel vieles nicht.

Erkenntnis Nr.1: Ein Mittag wäre da besser gewesen oder ein Tag mit gedämpften Licht.

Auch war der helle Himmel zum Teils dunklen Talgrund ein Spagat bei der Belichtung. Ein Verlaufsfilter wäre hilfreich gewesen. Oder die Anwendung von HDR Technik.

Erkenntnis Nr.2: Filter nützen nichts, wenn sie zuhause auf dem Regal liegen

Erkenntnis Nr.3: Erinnere dich auch unterwegs, welche Möglichkeiten es gibt.

Insgesamt hätte ich mir mehr Zeit für das ein- oder andere Bild nehmen müssen, aber ich war ja zum Kennenlernen hier.

 

Der Fischteich

Man kann da in Auerbach gut parken, dann geht es den Berg hoch und hinter einer Schranke beginnt der Park. Hier findet sich gleich ein kleiner See in der Landschaft mit einem Brückenbauwerk aus Holz.

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An dieser Brücke steht schon mal ein monumentaler Baum, eine Sumpfzypresse in rotem Herbstkleid. (Mir fehlt ein Ultraweitwinkel….).

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Vom See aus ist schon das „Dorf“ zu sehen.

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Das Dorf

Dieses Dorf wurde so gestaltet, wie man sich hierzulande im 18. Jahrhundert ein ideales Dorf vorstellte.

Hier sieht man von links aus: die Wache, die Küche und den Prinzenbau.

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Weisswaschhäuschen (neben dem Damenbau)

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Ein Blick aus dem „englischen Teil“aufs Dorf, zentral Prinzenbau und Damenbau.

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Brunnen Detail

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Dorfbrunnen

 

 

Parkanlage

 

Blick zurück auf das Dorf und den „englischen Teil“

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Der englische Teil des Parks

 

Hinter dem Dorf geht es weiter bergan zur „Apfelwiese“.

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Stairway to heaven

 

Hier kann man nun einige Mammutbäume sehen. Leider war das alles so im Taldunkel und die Bäume so riesig, das ich erst mal für zukünftige Besuche planen muss.

Die Küstentannen konnte ich dann doch einfangen, diese stehen etwas erhöht (Trotzdem fehlt mir ein Ultraweitwinkel….).

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Küstentanne

 

Es gibt wirklich interessante Bäume dort, auch diese beiden. Ich habe nicht herausbekommen was dies für Bäume sind.

Hier ist das Problem, wie die Bäume vor dem Hintergrund verschwinden.

Erkenntnis Nr.4: man darf sich ruhig mal um ein Objekt herum bewegen.

Im engen Tal ist es trotzdem schwer so etwas „freistellen“ zu können.

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Entlang des Höhenweges

 

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Mistelschwarm

 

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Reitpfad am Höhenweg

 

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Blick in den Odenwald

 

 

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Blick auf die „Eremitage“

 

Details im Wald

 

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verm. Samtfussrübling (ich bin kein Fachmann!)

 

Noch eine Erkenntnis Nr.5: Der Fotograf darf (auch wenn es Natur ist) da mal die überflüssigen Zweigelchen entfernen.

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Die Gelben und die Roten

 

Der Naturfotograf hat immer sein Makro dabei!

Zwei, die zusammen überwintern:

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Vierzehnpunkt Marienkäfer

 

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Stachelpalme

 

Orte der Ruhe

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Die einsame Bank

 

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Tempel der Freundschaft

 

Fazit

Wunderschöne Anlage quasi vor der Haustüre. Wie schön wird das im Frühling sein, wenn es blüht. Ich komme wieder, es gibt dort noch viel zu entdecken.

Und dann mit Filtern und (hoffentlich) Ultraweitwinkel und vor allem mit mehr Zeit und Ruhe. Mein Ehrgeiz steht mir manchmal sehr im Wege.

 

Infos

Staatspark Fürstenlager:

Staatliche Schlösserverwaltung

Wikipedia

Historischer Lageplan

Riesenbäume: Riesenbäume im Fürstenlager

 

Technik

Kamera und Objektive:

Olympus OM-D E-M5 Mark 2, Zuiko 12-40 f2.8 PRO, Olympus 30mm Macro ED

Software:

Phase One Capture One 10 Pro, Makro Focusstack mit Adobe Photoshop Photomerge und finishing mit NIK Viveza